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Regenradar Sion

Die Wetterentwicklung in der Schweiz unterscheidet sich regional enorm stark voneinander, primär bedingt durch die sehr unterschiedliche Topographie. Insbesondere trifft dies auch auf Sion zu, Hauptort des Kantons Wallis. Das Wallis besteht (mit einer kleinen Ausnahme) aus dem Rhonetal, zu dessen Flanken sich einige der höchsten Schweizer Berge erstrecken. Aufgrund dieses "Schutzschilds" aus Bergen rundherum, ist das Haupttal mit Sion, aber auch das untere Vispertal von häufigen und grossen Niederschlägen oft verschont. Dies führt zu einem überwiegend trockenen und warmen Steppenklima, insbesondere im Vergleich zur übrigen Schweiz. Aufgrund dieser speziellen topographischen Begebenheiten für Sion und das Wallis, kann es jedoch auch zu extremen Wettersituationen anderer Art kommen. Beispiele hierfür sind starke Regenfälle die zu Überschwemmungen oder Erdrutschen führen können, wenn die Wolken an den Gebirgshängen tagelang abregnen, wobei die Starkniederschläge oftmals sehr lokal auftreten und sich meist auf kleinere Gebiete beschränken. Sion hat hier aufgrund der teilweise leicht erhöhten Lage einen gewissen Vorteil hinsichtlich Überschwemmungen des Flusses im Tal, der Rhone. Im Winter können auch starke Schneefälle zu Problemen führen. Mittlerweile wissen die Behörden und die lokale Bevölkerung jedoch aufgrund des regelmässigen Auftretens meist sehr gut mit dieser Situation umzugehen.

Detailliertere Analysen des Wetters in Sion fördern noch weitere erstaunliche Erkenntnisse zutage. Die Niederschlagsmengen in Sion unterscheiden sich von Monat zu Monat nur sehr geringfügig, und liegen durchschnittlich zwischen 35 bis etwa 65 mm pro Monat. Die Jahres-Niederschlagsmenge kommt dann bei ca. 600 - 800 mm insgesamt zu liegen. Dies ist nur wenig mehr, als im trockensten Ort der Schweiz (Ackersand, ebenfalls im Wallis gelegen mit 545 mm im Jahresmittel). Interessant wird dies auch in der vergleichenden Betrachtung zu den Anzahl Sonnentagen im Monat in Sion. Diese Werte schwanken ebenfalls nur geringfügig im Bereich von 8-14 heiteren Tagen pro Monat. In der Summe führt dies dann zu rund 120 Sonnentagen im Jahr, ein absoluter Höchstwert für Schweizer Verhältnisse! Das optimale Verhältnis und die regelmässige Verteilung sowohl der Regenfälle als auch des Sonnenscheins bieten gute Voraussetzungen für das Wachstum vieler Pflanzen, weshalb insbesondere die Gegend um Sion auch für die Herstellung hochwertiger Schweizer Weissweinsorten bekannt ist.

Die Niederschläge werden im Wallis an 40 meteorologischen Stationen fortlaufend gemessen. Während die Temperaturen sich bei gleicher Höhenlage relativ ähnlich verhalten, weichen die Niederschläge bei derselben Meereshöhe je nach Lage im Tal stark voneinander ab. In Sion liegen die Regenmengen im Vergleich zu anderen Orten im Wallis im untersten Bereich. Sion gehört somit auch innerhalb des schweizweit bereits trockenen Kantons Wallis überdies noch zu einer der trockensten Ortschaften der Region.

Massgeblichen Einfluss auf die Temperaturen von Sion haben natürlich auch die Winde. Im Winterhalbjahr fliessen primär eiskalte Luftmassen von den Berggipfeln in die Täler. Durchbrochen werden diese regelmässig von den für Alpen- und andere Gebirgsregionen charakteristischen, wamen Föhnwinden. Diese erwärmen die Luft meist massiv, vorwiegend im Frühling und Herbst. In Sion werden jährlich um die 30 Föhntage gemessen. Die Stärke der Föhnwinde sind nicht zu unterschätzen, sehr oft erreichen diese 90 Stundenkilometer oder mehr. Nicht umsonst stehen die grössten Windkraftanlagen der Schweiz im Wallis. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Niederschlagssituation. Der Föhnwind sorgt oftmals für längere, niederschlagsfreie respektive trockene Perioden in Sion.

*Das Schweizer Radarbild wird aus den Radarbildern der drei Wetteradarstationen in la Dôle, auf dem Albis und auf dem Monte Lema zusammengesetzt. Diese Informationen werden von der MeteoSchweiz gesammelt und zu einem Bild verarbeitet. Anschliessend werden die Bilder an die drei Wetterzentralen in Zürich, Genf und Locarno verteilt. In den Wetterzentralen werden die Bilder alle 2.5 Minuten aktualisiert und können auch als Animation eingesehen werden. Sie erlauben es den Meteorologen, sehr genaue kurzfristige Aussagen (1-2 Stunden im Voraus) darüber zu machen, wann die Niederschläge an einem bestimmten Ort beginnen oder wieder aufhören. Darüber hinaus ist es mit diesen Bildern möglich, Gewitterwolkenschichten zu lokalisieren, welche örtliche Windspitzen verursachen können. Technisch betrachtet arbeitet der Wetterradar gleich wie jeder andere Radar, nur dass er auf das Erkennen der einzelnen Niederschlagsarten (Regen, Hagel, Schnee) optimiert ist.