Regenradar - Wolken

Wolken sehen von der Erde aus wie schöne weiche Wattebällchen oder feine weiße Streifen am Horizont. Sie sind viele Kilometer weit weg in der Atmosphäre und haben in der Realität daher ein großes Ausmaß. Wolken sind ein Teil des Wasserkreislaufs dieser Erde. Ohne Wasser wäre kein Leben auf diesem Planeten denkbar. Die Erde trägt auch den schönen Beinamen der blaue Planet, denn sie ist zu einem großen Teil von Wasser bedeckt. Genau dieses Wasser ist in einem völlig veränderten Aggregatzustand am Himmel als weiße oder auch als graue Wolke zu sehen. Der Zustand des Wassers, das für die Bildung einer Wolke verantwortlich ist, sind Eiskristalle und feinste nebelartige Wassertropfen. Diese Kristalle und Tropfen können auch zusammenwachsen. Solange die Atmosphäre kühl ist, behalten die Kristalle den Aggregatzustand „gefroren“. Doch wenn die Wolken von den Winden in eine wärmere Region getrieben werden oder gar selbst von einer Warmluftfront gefunden werden, dann geschieht mit dem Eiskristallen genau das, was auch auf der Erde mit ihnen geschehen würde. Wasser friert ab etwas Null Grad und es taut bei einem Grad Plus wieder auf. Daher tauen auch die Eiskristalle in den Wolken bei warmen Temperaturen in der Atmosphäre wieder auf und können so als Regen auf die Erde niederfallen. Viele Wolken verfügen aber auch über eine eigene Thermik und halten so Tropfen noch für einige Zeit am Himmel. Diese Tropfen wachsen dann auf eine Größe bis maximal 3 Millimetern an. Ab dieser Größe ist die Schwerkraft stärker als die Thermik innerhalb der Wolke und es kann zu heftigen Regengüssen kommen. Eine Wolke regnet sich daher immer auf die Erde ab. Sie gibt ihr Wasser zurück in den Kreislauf und löst sich so völlig auf. Wolken sind daher wie jedes Eis und jeder Schnee nie von Dauer. Aus einer Wolke können aber nicht nur Regen und Schnee herabfallen. Auch die Mischformen von Eisregen, Eisschnee, Graupel und Hagel kommen aus den Wolken. Die Form des Niederschlags hängt von den gesamten Umständen der Thermik, der Winde und der Temperarturen in den einzelnen Atmosphäregürteln in Richtung Erde ab.

Mit Hilfe eines Regenradars kann das Verhalten von Wolken bestimmt und vorhergesagt werden. Ein Niederschlagsradar hat eine Reichweite bis zu 300 Kilometern in die Höhe. Darüber hinaus funktionierte der Radar aufgrund der runden Erde und des Schnittwinkels zum Himmelsgeschehen nicht mehr exakt.

Wolken bilden sich aus dem Wasser, das von den Wasseroberflächen auf der Erde aufgrund der Temperaturverhältnisse als feuchte Luftmasse nach oben steigt. Die Wolken, die sich relativ nahe der Erde befinden, sind die Cumulus, die Stratos und die Stratocumulus-Wolken. Auch die Nimbostratus und die hochaufwachsenden Cumulonimbus sorgen für den auf der Erde für das Wachstum so wichtigen Regen. Wolken können viele schöne Formen haben. Seit Menschengedenken animieren die Wolkenformationen am Himmel die Maler zu echten Kunstwerken, die die Wolken möglichst originalgetreu abbilden sollen. Über den bekannten Regenwolken hängen die Altocumulus und die Altostratus am Firmament. Die letzten Wolken, die von der Erde aus sichtbar wahrgenommen werden können, sind die Cirrocumulus, die Cirrostratus und die Cirrus. Nicht nur in einer Wolke herrscht eine Thermik, diese Thermiken sorgen auch neben den Winden für die Wege, die eine Wolke vor dem nächsten Abregnen rund um den Globus nehmen kann.

*Das Schweizer Radarbild wird aus den Radarbildern der drei Wetteradarstationen in la Dôle, auf dem Albis und auf dem Monte Lema zusammengesetzt. Diese Informationen werden von der MeteoSchweiz gesammelt und zu einem Bild verarbeitet. Anschliessend werden die Bilder an die drei Wetterzentralen in Zürich, Genf und Locarno verteilt. In den Wetterzentralen werden die Bilder alle 2.5 Minuten aktualisiert und können auch als Animation eingesehen werden. Sie erlauben es den Meteorologen, sehr genaue kurzfristige Aussagen (1-2 Stunden im Voraus) darüber zu machen, wann die Niederschläge an einem bestimmten Ort beginnen oder wieder aufhören. Darüber hinaus ist es mit diesen Bildern möglich, Gewitterwolkenschichten zu lokalisieren, welche örtliche Windspitzen verursachen können. Technisch betrachtet arbeitet der Wetterradar gleich wie jeder andere Radar, nur dass er auf das Erkennen der einzelnen Niederschlagsarten (Regen, Hagel, Schnee) optimiert ist.